Bedarfe und Anliegen der Bürger:innen identifizieren und aufgreifen
Die Stadt Merseburg hat sich entschlossen, ihr Integriertes Stadtentwicklungskonzept − das ISEK 2030 − auf der Basis eines breit angelegten Beteiligungsprozesses zu aktualisieren. Damit will sie der Komplexität der auf sie zukommenden Transformationsprozesse sowie der Vielfalt der Lebenssituationen und der Anliegen ihrer Bürgerschaft und Stadtgesellschaft Rechnung tragen.
Das Besondere: Statt die Ausarbeitung des Konzepts an ein Planungsbüro zu vergeben, hat sich die Stadt entschlossen, das ISEK fachlich in eigener Verantwortung zu erstellen und für die professionelle Moderation des Beteiligungsprozesses inter 3 zu beauftragen.
Innovationsmanagement unterstützt Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Stadtverwaltung und -gesellschaft
Darüber hinaus soll durch ein begleitendes Innovationsmanagement sichergestellt werden, dass die im Beteiligungsprozess eingebrachten Bedarfe, Anliegen und Lösungsvorschläge der Bürger:innen mit den Zielen und Möglichkeiten von Stadtpolitik und Stadtverwaltung verschränkt und glaubwürdig sowie transparent aufgegriffen werden.
Elemente des Prozess sind
- ein mehrtägiger Führungskräfte-Workshop der Stadtverwaltung als Startpunkt,
- eine Vielzahl von Ortsteilveranstaltungen, in denen Bürger:innen ihre Anliegen und Vorschläge einbringen und priorisieren können und
- drei großen Stadtforen, in denen (Zwischen)Ergebnisse und Umsetzungsalternativen sichtbar gemacht und erklärt werden können.
Ziel ist es, die komplexen Transformationsanforderungen konsistent zusammenzudenken und pragmatisch so anzugehen, dass sich möglichst viele Bürger:innen und Gruppen der Stadtgesellschaft, gesehen, gehört und ernst genommen fühlen.